Hinweise:
Stand der Informationen: 20.03.2026
Es handelt sich bei diesem Artikel nicht um eine Rechtsberatung. Bitte immer selbst den individuellen Fall prüfen und ggf. durch einen Juristen prüfen/bewerten lassen.
DSGVO bei KI im Online Business: Wann du wirklich aufpassen musst (und wann nicht)
Wenn du KI für dein Online-Business nutzt, musst du nicht alles kompliziert machen – aber du solltest wissen, wann Datenschutz wirklich relevant wird.
TL;DR – Kurz zusammengefasst
- KI ist nicht automatisch ein DSGVO-Problem.
- Kritisch wird es nur bei personenbezogenen Daten.
- Die wichtigste Frage lautet: Kann eine echte Person identifiziert werden?
- Mit anonymen Inhalten bist du in der Regel auf der sicheren Seite.
Darf ich, darf ich nicht? Soll ich, soll ich nicht?
Schon von Berufswegen her sind für mich regulatorische Themen, Datenschutz und Informationssicherheit ein Thema.
Heute morgen saß ich also mal wieder an der Bearbeitung von Runschreiben. Und dabei ist mir aufgefallen, dass genau diese Themen stärker in den Fokus rücken (Obwohl ihnen in unserer digitalen Welt sowieso mehr Beachtung geschenkt werden sollte!):
Ich glaube nämlich viele mit ihren Daten deutlich unreflektierter um, als sie glauben – Gerade im Zusammenhang mit der Nutzung von KI-Tools. Vermutlich nicht einmal, weil es ihnen egal ist. Sondern weil viele Tools sich so einfach in den Alltag integirieren lassen, dass die Nutzer es nicht auf dem Schirm haben.
Aber: Was passiert eigentlich nach der Eingabe mit den Daten? Wo landen Sie und wie werden sie verarbeitet oder gespeichert? Schon einmal Gedanken darüber gemacht?
Was Privatpersonen mit (ihren eigenen!) Daten machen liegt in deren Verantwortung.
Als Unternehmer (ja, dazu gehörst du mit einem Online Business) trägst du die Verantwortung.
Und da du dein Online Business mit KI schneller voran bringen möchtest, gibst du ja ständige Daten ein:
Prompts, Texte, Ideen, Bilder, … je nachdem, was du genau tust vielleicht sogar sensible Inhalte.
Daher dachte ich, nehme mir das Thema in einem neuen Artikel vor.
Erstmal Entwarnung: Nicht jede KI-Nutzung ist ein Problem
Ganz wichtig, weil hier viele direkt dicht machen:
Du musst nicht bei jedem KI-Tool „Angst“ vor der DSGVO (also Datenschutz) haben.
(Was die DSGVO genau ist, kannst du hier nachlesen [Klicken])
Wenn du KI nutzt um:
- Blogartikel zu schreiben
- Ideen zu sammeln
- Social Media Content zu erstellen
dann ist das in der Regel völlig entspannt.
Warum?
Weil du keine personenbezogenen Daten verwendest.
Und genau das ist der entscheidende Punkt.
Der Knackpunkt: Wann DSGVO bei KI wirklich greift
Sobald echte Daten ins Spiel kommen, sieht die Sache anders aus – Also immer dann, wenn man Personen anhand der gegebenen Informationen identifizieren könnte.
Und das passiert schneller, als man denkt.
1. Kundendaten in KI-Tools eingeben
Folgende Situation: Du bekommst eine Kundenanfrage und denkst dir: „Ich lass mir schnell eine Antwort von der KI formulieren.“
Oder du analysierst:
- Support-Mails
- Kundenfeedback
- Bestellungen
Das Problem: Du gibst hier echte Kundendaten an ein externes System weiter.
Und genau das könnte DSGVO-relevant werden.
2. KI greift auf deine Tools zu
Das ist gerade der nächste große Trend:
- Zugriff auf dein E-Mail-Postfach
- Verbindung zu Google Drive, Onedrive, Notion, …
- Automatisierungen im Hintergrund
Klingt praktisch, ist es auch.
Aber: Du gibst damit Zugriff auf dein komplettes digitales System.
Weißt du an dieser Stelle genau, welche personenbezogene Daten dort liegen oder eingehen?
3. Interne Daten „mal eben“ auswerten lassen
Auch so ein Klassiker:
- Kundenlisten
- Verkaufszahlen mit Namen
- interne Notizen
Viele denken: „Ist ja nur für mich.“
Aber: Sobald ein externes Tool beteiligt ist, ist es keine interne Nutzung mehr.
Die Daten werden eingelesen, verarbeitet, evtl. Zwischengespeichert. Weißt du, genau, wer noch auf die Daten zugreifen kann?
Wann du entspannt bleiben kannst
Jetzt die andere Seite, und die ist genauso wichtig:
Du kannst KI komplett stressfrei nutzen, wenn du:
- mit allgemeinen Inhalten arbeitest
- keine echten Namen oder Daten eingibst
- Beispiele anonym hältst
- Strategien entwickelst
Kurz gesagt: Solange keine reale Person identifizierbar ist, bist du in der Regel auf der sicheren Seite.
Das eigentliche Problem: Fehlende Klarheit
Die wenigsten Nutzer machen sich bei der Nutzung Ihrer Tools Gedanken:
- Wo die Server stehen
- Ob Daten gespeichert werden
- Ob sie fürs Training der KI-Modelle genutzt werden
- Ob man sie löschen kann
Und ganz ehrlich: Wer liest sich Datenschutzbedingungen komplett durch?
Wichtig ist jedoch, dass man sich der Risiken die entstehen bewusst ist.
Welche Gesetze bei KI im Online-Business aktuell relevant sind
Wenn du KI im Business nutzt, sind vor allem diese Regelwerke relevant:
- DSGVO – regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten
- EU AI Act – regelt bestimmte KI-Systeme nach Risikoklassen und Transparenzpflichten
- TDDDG (vorher TTDSG) – relevant bei Cookies, Tracking und Zugriff auf Endgeräte
- UWG – wichtig, wenn KI-Inhalte irreführend oder täuschend eingesetzt werden
- Medienrecht / Plattformregeln – relevant bei journalistischen Inhalten, Social Media und Influencer-Kommunikation
Für die meisten im Online-Business ist die DSGVO im Alltag das wichtigste Gesetz. Der AI Act wird vor allem dann spannend, wenn Transparenz, Kennzeichnung oder bestimmte KI-Anwendungen ins Spiel kommen.
Wo ist geregelt, dass KI-Inhalte gekennzeichnet werden müssen?
Eine pauschale Pflicht nach dem Motto „Alles aus KI muss gekennzeichnet werden“ gibt es nicht.
Aber es gibt mehrere Regelwerke, aus denen sich eine Kennzeichnungspflicht ergeben kann:
1. EU AI Act
Der AI Act enthält Transparenzpflichten für bestimmte KI-generierte oder manipulierte Inhalte – besonders dann, wenn Inhalte täuschend echt wirken oder als echt verstanden werden könnten.
2. UWG – Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb
Wenn KI-Inhalte Verbraucher täuschen oder in die Irre führen, kann das wettbewerbsrechtlich problematisch werden.
3. Medienrecht und Plattformregeln
Gerade bei Social Media, journalistischen Formaten oder öffentlichen Aussagen geht es darum, Manipulation und Täuschung zu vermeiden.
Welche KI-Inhalte müssen explizit gekennzeichnet werden?
Besonders relevant ist eine Kennzeichnung bei Inhalten, die als echt, menschlich oder authentisch wahrgenommen werden könnten, obwohl sie künstlich erzeugt wurden.
Typische Fälle mit Kennzeichnungspflicht oder hohem Kennzeichnungsbedarf
- Deepfakes
- realistisch wirkende KI-Bilder von Personen
- synthetische Stimmen
- Fake-Interviews oder erfundene Zitate
- Chatbots oder automatisierte Kommunikation, wenn Nutzer glauben könnten, mit einem Menschen zu sprechen
Wann bei normalen Blogartikeln meist keine Pflicht besteht
Wenn du einen sachlichen Blogartikel veröffentlichst, der mit KI unterstützt erstellt wurde, besteht in der Regel keine automatische Kennzeichnungspflicht.
Kritisch wird es dann, wenn du:
- erfundene Erfahrungsberichte als echt darstellst
- künstliche Kundenstimmen nutzt
- den Eindruck einer echten Person oder Meinung simulierst, obwohl diese nie existiert hat
By the way: Ich empfehle dir keinen der drei Punkte in deinem Online Business zu nutzen. Gerade in Zeiten von KI und schneller Content Erstellung, werden persönliche Erfahrungen meines Erachtens immer wichtiger.
Die eine Frage, die dir Klarheit bringt
Ich mag es nicht Sachen unnötig zu verkomplizieren. Auf eine Frage heruntergebrochen kannst du dir zunächst einfach folgende Stellen:
„Verarbeite ich hier gerade Daten oder Informationen von echten Menschen?“
- Wenn nein – entspannt weitermachen
- Wenn ja – kurz prüfen, was du da eigentlich nutzt
Mehr brauchst du für den Anfang gar nicht.
Mein Tool muss DSGVO-konform sein… Und jetzt?
Okay, du hast festgestellt, dass du dir doch mehr Gedanken über den Datenschutz machen musst. Du musst herausfinden, welche Tools DSGVO-konform arbeiten?
Dann habe ich etwas gefunden, was dir sicherlich weiterhelfen wird. Mit Hilfe der Website KI-Katalog kannst du durch das Setzen von Filtern eine praktische Vorauswahl treffen und die Tools-Auswahl einschränken.

Durch Ansicht der Details zum Tool erhälst du dann genauere Informationen
- zum Serverstandort (EU oder nicht)
- zur Datenweitergabe
- zu Löschmöglichkeiten
- zu einem AV-Vertrag

Die Plattform ist also ein klasse Möglichkeit, wie du, die im Falle einer notwendigen datenschutzkonformen Nutzung der Tools, eine Menge Recherchearbeit einsparen kannst.
Zusätzlich bietet die Website weitere hilfreiche Vergleichsfunktionen. Schau’s dir einfach mal an.
FAQ – DSGVO und KI im Online-Business
Kurzantwort: Nein – KI ist nur dann DSGVO-relevant, wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden.
Solange du KI für allgemeine Inhalte wie Texte, Ideen oder Strategien nutzt, ist das datenschutzrechtlich in der Regel unproblematisch. Sobald jedoch Daten von echten Personen verarbeitet werden, greift die DSGVO.
Kurzantwort: Die wichtigsten sind DSGVO, EU AI Act, TTDSG und je nach Einsatz auch UWG sowie medienrechtliche Regeln.
Die DSGVO regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten. Der AI Act betrifft Transparenz- und Risikopflichten bei bestimmten KI-Anwendungen. TTDSG, UWG und Medienrecht werden relevant, wenn Tracking, Irreführung oder öffentliche Kommunikation ins Spiel kommen.
Kurzantwort: In der Regel nur dann, wenn die Nutzung datenschutzrechtlich sauber abgesichert ist.
Dazu gehören vor allem ein passender AV-Vertrag, Klarheit über die Datenverarbeitung und eine DSGVO-konforme Nutzung. Ohne diese Punkte wird es schnell kritisch.
Kurzantwort: Immer dann, wenn ein externer Anbieter personenbezogene Daten in deinem Auftrag verarbeitet.
Das betrifft zum Beispiel Kundenanfragen, E-Mail-Daten oder CRM-Informationen. Viele Tools sind hier nicht sauber geprüft – genau deshalb solltest du das vorab checken.
Kurzantwort: Ja – aber abhängig davon, wie du sie nutzt.
Viele typische Anwendungen im Content- und Marketingbereich sind unkritisch. Regulierter wird es bei sensiblen oder täuschenden Anwendungen.
Kurzantwort: Alles, womit eine Person direkt oder indirekt identifiziert werden kann.
Dazu gehören zum Beispiel Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Kundennummer oder auch bestimmte Kombinationen von Daten.
Kurzantwort: Indem du keine personenbezogenen Daten eingibst oder sie vorher anonymisierst.
Praktisch heißt das: keine echten Namen verwenden, sensible Inhalte rauslassen und Tools bewusst auswählen. Für viele Anwendungsfälle reicht das schon völlig aus.
Kurzantwort: Das hängt vom Anbieter ab und muss bei Bedarf durch dich geprüft werden.
Viele Tools speichern Eingaben zumindest zeitweise oder nutzen sie abhängig von Einstellungen und Tarifmodellen. Genau deshalb ist Transparenz des Anbieters so wichtig.
Kurzantwort: Ja – wenn personenbezogene Daten betroffen sind.
Wenn du Tools nutzt, die Daten verarbeiten, solltest du sie sauber in deiner Datenschutzerklärung aufführen. Bei reiner Content-Erstellung ohne Personenbezug ist das meist nicht erforderlich.
Kurzantwort: Nicht pauschal – nur in bestimmten Fällen.
Es gibt keine generelle Pflicht für jeden KI-Text. Eine Kennzeichnung wird vor allem dann wichtig, wenn Inhalte täuschen können oder als echt menschlich wahrgenommen werden sollen. Unabhängig von den Gesetzen solltest du auf jeden Fall auf Plattform- und Community-Regeln achten.
Kurzantwort: Vor allem im EU AI Act, ergänzend über Wettbewerbsrecht, Medienrecht und Plattformregeln.
Der AI Act enthält Transparenzpflichten für bestimmte KI-Inhalte, insbesondere bei Deepfakes oder täuschend echten Inhalten. Zusätzlich kann Irreführung nach UWG oder medienrechtlichen Vorgaben problematisch sein.
Kurzantwort: Vor allem Deepfakes, künstlich erzeugte realistische Personenabbildungen, synthetische Stimmen und andere täuschend echte Inhalte.
Auch Chatbots oder automatisierte Kommunikation können kennzeichnungspflichtig oder zumindest transparent zu machen sein, wenn Nutzer sonst von menschlicher Kommunikation ausgehen würden.
Kurzantwort: In der Regel nein – solange keine Täuschung entsteht.
Bei sachlichen Blogartikeln ohne fingierte Erfahrungsberichte oder falsche Identitäten besteht meist keine Pflicht. Problematisch wird es, wenn du künstliche Aussagen als echt darstellst.
Fazit: KI Inhalte sind kein Problem – blinder Einsatz davon schon
Viele machen es komplizierter als nötig.
Die Realität ist:
- Ein großer Teil der KI-Nutzung im Online-Business ist völlig unkritisch.
- Der kritische Teil beginnt bei echten Personendaten, mangelnder Tool-Prüfung und möglicher Täuschung.
Wenn du das einmal sauber verstanden hast, kannst du KI deutlich entspannter und gleichzeitig professioneller nutzen.
Konkrete Checkliste für deinen Alltag
Am Ende reicht oft schon eine einfache Grundregel:
Keine echten Personendaten ohne Prüfung – und keine künstlichen Inhalte, die wie echte Realität aussehen sollen, ohne das transparent zu machen.
Hier nochmal eine konkrete, kurze Checkliste für dich zum Überprüfen:
- Verarbeite ich gerade personenbezogene Daten?
- Kann eine echte Person identifiziert werden?
- Weiß ich, wo und wie das Tool Daten verarbeitet?
- Brauche ich einen AV-Vertrag?
- Könnte der Inhalt Nutzer täuschen?
- Muss ich an dieser Stelle transparent kennzeichnen?
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